KI generiertes SymbolbildSeltene Cosplay-Ideen: Unterschätzte Spielcharaktere mit Kultpotenzial 1

Auf einer Convention kann ein vertrauter Charakter fast zum festen Inventar gehören: Die großen Namen aus erfolgreichen Spielen tauchen in unterschiedlichen Kostümvarianten immer wieder auf. Das hat seinen Reiz – doch wer nach einer Vorlage mit Überraschungseffekt sucht, muss nicht zwangsläufig zum nächsten Blockbuster greifen. 

Gerade ältere Spiele, Nebenfiguren und ungewöhnliche Charakterdesigns bieten spannende Möglichkeiten. Denn für ein gelungenes Cosplay zählt nicht allein, wie bekannt eine Figur ist. Ein markanter Look, charakteristische Accessoires und eine Fangemeinde, die das Kostüm zuordnen kann, reichen oft schon aus. Dann entsteht jener besondere Moment, in dem ein anderer Fan vorbeikommt und sofort weiß, wen er vor sich hat.

Woran erkennt man einen guten Cosplay-Geheimtipp?

Ein guter Geheimtipp muss nicht völlig unbekannt sein. Interessanter sind Figuren, die eine eigene Fangemeinde besitzen, auf Conventions aber vergleichsweise selten auftauchen. Für die Auswahl lohnt deshalb ein Blick auf das Charakterdesign: Eine klare Silhouette, markante Farben, eine besondere Frisur oder ein unverwechselbares Accessoire erleichtern die Wiedererkennung.

Auch der Aufwand kann ein Kriterium sein. Manche Vorlagen lassen sich mit Kleidung und wenigen Details umsetzen, andere laden geradezu zu aufwendigem Kostümbau ein. Bei internationalen Wettbewerben wie dem World Cosplay Summit werden unter anderem die Qualität des Kostüms, seine Gestaltung und die Performance bewertet.

Damit wird die Suche nach einer seltenen Figur zu mehr als einer Frage der Bekanntheit: Entscheidend ist, ob ihr Design genügend Material für die eigene Interpretation liefert.

Nebenfiguren können die besseren Cosplay-Stars sein

Bei einem bekannten Spieleuniversum liegt der Hauptcharakter als Vorlage zunächst nahe. Gerade deshalb lohnt sich der Blick in die zweite Reihe. Nebenfiguren besitzen häufig ebenso prägnante Outfits und Persönlichkeiten, werden aber deutlich seltener als Vorlage gewählt. Das kann auf einer Convention zum Vorteil werden: Wer einen weniger offensichtlichen Charakter erkennt, hat oft einen ganz eigenen Bezug zu ihm.

Sly Cooper zeigt, wie viel Potenzial abseits des offensichtlichen Hauptcharakters steckt. Rund um den diebischen Waschbären hat sich ein Ensemble eigenständiger Figuren entwickelt, von denen einige unter Cosplayern deutlich weniger präsent sind. Gerade für Fans der Reihe kann ein solches Kostüm deshalb zum kleinen Insider-Moment werden: Nicht jeder erkennt die Vorlage, die richtigen Fans dafür umso schneller.

Das Prinzip beschränkt sich längst nicht auf klassische Konsolen- und PC-Spiele. Auch Mobile Games haben Figuren hervorgebracht, die weit über einen einzelnen Titel hinaus mit einer bestimmten Spielwelt verbunden werden. Clash of Clans ist dafür ein gutes Beispiel: Der Barbar mit seinem blonden Haar und dem charakteristischen Schnurrbart, die Bogenschützin mit pinkem Haar und der Zauberer mit Kapuze und Flammenangriff gehören zu den wiederkehrenden Einheiten des Spiels. Ihre Gestaltung ist bewusst einfach gehalten, setzt aber auf klare Farben, markante Silhouetten und wenige prägnante Merkmale. 

Auch Automatenspiele legaler Anbieter wie Novoline greifen auf solche wiederkehrenden Charaktere zurück. Im Online Casino mit deutscher Lizenz finden sich beispielsweise Spiele mit prägnanten Figuren und wiederkehrenden Themen. Der Fischer aus Big Bass Bonanza ist dafür ein ungewöhnliches Beispiel, während Rich Wilde aus der Book of Dead-Reihe als abenteuerlustiger Archäologe gleich mehrere Spiele verbindet. Das erweitert den Blick auf Spielcharaktere, ohne den eigentlichen Gedanken zu verändern: Je weiter man sich vom offensichtlichen Mainstream entfernt, desto eher stößt man auf Figuren, die als Cosplay eine echte Überraschung sein können.

Und genau hier wird die Suche interessant: Nicht der bekannteste Charakter muss die beste Vorlage sein. Gerade Figuren am Rand eines Franchises können einen Auftritt unverwechselbar machen.

Wenn Hauptfiguren zu Geheimtipps werden

Nicht jeder Geheimtipp ist eine Nebenfigur. Manche Charaktere standen einst im Zentrum eines Spiels und sind trotzdem aus dem aktuellen Cosplay-Mainstream verschwunden. Faith Connors aus Mirror’s Edge gehört in diese interessante Kategorie. Ihr Erscheinungsbild ist vergleichsweise reduziert: Sportkleidung, Handschuhe, kurze dunkle Haare und die markanten roten Elemente des Spiels ergeben bereits eine klare visuelle Vorlage.

Gerade solche Designs können attraktiv sein, weil sie nicht von einer riesigen Zahl an Details leben. Die Figur muss nicht mit einer aufwendigen Rüstung nachgebaut werden, um erkennbar zu sein. Zugleich besitzt Faith genügend charakteristische Merkmale, damit das Kostüm über gewöhnliche Sportkleidung hinausgeht.

Auch Figuren wie Jade aus Beyond Good & Evil, Viewtiful Joe oder Shantae zeigen, wie ergiebig ältere Spiele sein können. Ihre Namen stehen nicht ständig auf den aktuellen Convention-Plakaten – ihre Designs sind deshalb aber nicht weniger eigenständig.

Wenn ungewöhnliches Design zum Vorteil wird

Ein Cosplay muss nicht möglichst realistisch oder spektakulär aussehen, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Manchmal ist gerade ein völlig ungewöhnliches Erscheinungsbild die beste Voraussetzung. Katamari Damacy liefert dafür ein besonders anschauliches Beispiel. Prince und King of All Cosmos folgen keiner typischen Heldenästhetik: Ihre Proportionen, Farben und Formen sind so eigenwillig, dass schon die Grundsilhouette aus der Menge herausstechen kann.

Wie viel Potenzial in weniger offensichtlichen Figuren steckt, zeigt ein aufwendig umgesetztes Dame-Aylin-Cosplay aus Baldur’s Gate 3. Die Rüstung der Aasimardame, ihr gewaltiger Zweihänder und vor allem die großen Flügel machen aus der Figur eine anspruchsvolle, visuell eigenständige Vorlage. Das Kostüm stieß zudem in der Community auf große Resonanz und erhielt innerhalb kurzer Zeit mehr als 23.000 positive Bewertungen. 

Auch Psychonauts, Shantae oder Viewtiful Joe bieten Figuren mit einer sehr eigenen visuellen Sprache. Gerade bei solchen Charakteren muss das Kostüm nicht gegen eine Flut ähnlicher Versionen bestehen.

Die Figur als handwerkliche Herausforderung

Manche Charaktere sind gerade deshalb reizvoll, weil ihr Kostüm mehr verlangt als Kleidung, Perücke und Make-up. Ein auffälliger Kopfschmuck, eine Rüstung, eine ungewöhnliche Waffe oder ein ausgefallener Prop kann aus der Vorlage ein eigenes kleines Bauprojekt machen. 3D-Druck erweitert die Möglichkeiten dabei noch einmal: Einzelne Elemente lassen sich am Computer entwerfen, anpassen und anschließend als passgenaue Kostümteile fertigen. Für Figuren mit ungewöhnlichen Formen oder vielen kleinen Details kann das besonders praktisch sein.

Und genau hier können seltene Charaktere ihren besonderen Reiz entfalten: Wer eine weniger häufig gewählte Figur umsetzt, muss sich nicht an unzähligen Vorbildern orientieren. Stattdessen entsteht mehr Raum für die eigene Interpretation – und vielleicht ein Kostüm, bei dem nicht nur die Frage „Wer ist das?“ zählt, sondern auch „Wie hast du das gemacht?“.

 

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